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DIE ADLER APOTHEKE IST MOERSER GESCHICHTE

Die Geschichte der Adler Apotheke ist untrennbar mit der Historie der ehemaligen Grafschaft Moers und der Apothekerfamilie von der Trappen verbunden. Das älteste Schriftstück, welches sich bis heute im Familienbesitz befindet, datiert vom 27. Juli 1647, weist die Apotheker von der Trappen als eine der ältesten Moerser Familien aus.

Hier – in den Wirren des Dreißigjährigen Krieges – liegt auch der Ursprung der Adler Apotheke, die nach der Neuordnung des Apothekenwesens durch das „Erste brandenburgische Medizinal-Edikt“ im Jahr 1685 ihren Platz am Altmarkt in Moers hat.
Privilegium exclusivum vom „Alten Fritz“

Das wichtigste Aktenstück ist jedoch das eigenhändig von Friedrich dem Großen, dem im Volksmund verehrten „Alten Fritz“, König von Preußen, unterzeichnete Privilegium exclusivum vom 29. Juni 1773 für den Apothequer Gerhardus von der Trappen über die Medicin-Apotheque zu Meurs.

Privilegium für den Apothequer Trappe über die Medicin-Apotheque zu Meurs vom 29. Juny 1773

„Wir Friedrich von Gottes Gnaden, König von Preußen, Margraf zu Brandenburg … Fürst zu Meurs – fügen hiermit zu wissen, das Wir bey dem gegenwärtigen Zustande der Stadt Meurs und deren Einwohnern gut gefunden, die Anzahl der dortigen beyden Medicin-Apothequen, des Trappe und der Witwe Wartjen, vor der Hand nur auf eine herabzusetzen und einzuschränken und des Endes dem Trappe unterm 8ten Dezember 1772 gestattet haben, die Wartjensche Apotheque mit denen darin vorhandenen Vasis und Medikamentis käuflich an sich zu bringen, und dergestalt mit zu übernehmen, daß solche seine Offizin, so lange er nebst seinen Erben selbige in gutem Stande und Verfassung erhalten wird, in dasiger Stadt alleine seyn soll. Übrigens wollen Wir, daß der Trappe bey diesem ihm ertheilten, alleinigen Apothequer-Privilegio allezeit kräftigst geschützt werde. Urkundlich haben Wir dieses Privilegium höchst eigenhändig unterschrieben und mit Unserem Königlichen Insiegel bedrucken lassen; So geschehen und gegeben zu Berlin den 29ten Juny 1773.“

Entsprechend dieses königlichen Privilegiums führte nach dem Tode Gehardus sein Sohn Karl Abraham von der Trappen die Apotheke weiter. Auf ihn folgte Johann Carl, der die Apotheke über mehr als vier Jahrzehnte bis zum Jahr 1863 führte.

Französische Herrschaft und preußisches Treuebekenntnis

Seit 1794 stand das Fürstentum Moers unter französischer Besatzung. Nach dem Frieden von Luneville im Jahre 1801 wurde in Moers durch die französische Obrigkeit die Gewerbefreiheit eingeführt, sodass weitere Apotheken in Moers gegründet wurden. Auf dem Wiener Kongress 1815 über die territoriale Neuordnung Europas wurde das Fürstentum Moers wieder dem Königreich Preußen zugeschlagen. 1835 wurde die Trappensche Apotheke erneut unter den Schutz des preußischen Wappentiers gestellt und trägt seither den Namen unter dem Sie bis heute bekannt ist: Adler Apotheke.

Nach schon fast 200 Jahren Bestand wurde die Adler-Apotheke ab 1863 von Friedrich Wilhelm von der Trappen weitergeführt, der sie nach 30 Jahren eigener Führung schließlich seinem Sohn Ludwig übergab.

Büste von Johann von der Trappen in der Adler Apotheke

Der Tradition und Familie verpflichtet

Dessen Sohn Günther von der Trappen trat schließlich das Erbe seiner Vorväter an, starb jedoch zu früh im Jahre 1951. Die Adler Apotheke wurde anschließend von der Witwe Erni von der Trappen dem Apotheker Günter Krivec vermacht, welcher Sie seit 1971 in der Tradition der Familie von der Trappen führt.

Die Adler Apotheke ist damit gelebte Moerser und deutsche Geschichte. Der Moerser Ehrenbürger, das „schwarze Schaf vom Niederrhein“, Hanns-Dieter Hüsch verfasste anlässlich des 300-jährigen Bestehens der Adler Apotheke 1985 daher auch weniger einen Festvortrag, sondern vielmehr eine versteckte bis offene Liebeserklärung an Moers, welche er vor den Türen der Adler-Apotheke den Moerser Bürgern vortrug. Und so sinnierte er neben allerlei Anekdoten, Geschichten und Assoziationen rund um das Thema „Moers, der Adler und die Apotheke“ zu Beginn treffend: „Der Mensch steht mit einem Bein in der Apotheke“.

Erni von der Trappen bei der Feier zu „200 Jahre Privilegium Adler Apotheke“ im Jahr 1973 vor der Ahnengalerie der Familie

Hanns-Dieter Hüsch bei seinem Festvortrag zur 300-Jahr-Feier der Adler Apotheke 1985